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Abschlussbericht des Hauses kirchlicher Dienste

Nachricht 21. Dezember 2018

über das Projekt "Pilgerherberge Bursfelde und Vernetzung mit dem Geistlichen Zentrum Kloster Bursfelde sowie Pilgern in der Landeskirche"

Kurzversion

  1. Im Kontext des Pilgerns in der Evangelisch – lutherischen Landeskirche Hannovers galt es, die Pilgerherberge in Bursfelde zu etablieren und sie in der Vernetzung der Arbeit des Geistlichen Zentrum Kloster Bursfelde zu verorten und einzubetten. Weiterhin war die Arbeit des Netzwerkes Pilgern in Niedersachsen zu fördern und Angebote für Junge Erwachsene in Bursfelde
  2. Als Ressourcen sind die Pilgerherberge, die Ehrenamtlichen, sowie die Einbettung in einen Gesamtkontext (hier das Kloster Bursfelde und der  Pilgerweg Loccum-Volkenroda) zu nennen, sowie die Referentenstelle.
  3. Fünf Aufgaben sind zu profilieren und im ausführlichen Bericht mit Erfahrungen dokumentiert:
    - Pilgerbegleiter*innen zu generieren und zu fördern. Schulung und Begleitung der Pilgerbetreuer: geistliches Profil, Befähigung zu Abend- und Morgengebeten und Pilgersegen, Erschließung der Klosterkirche, lebendige Gastfreundschaft. (Die zeitaufwendige Koordination der Termine wird ehrenamtlich geleistet.)
    - Akquirierung und Koordination von Honorarkräften (Referentenpool) zur Teamverstärkung, um auf die verstärkten Anfragen für Seminarleitung und Begleitung von Hauptamtlichentagungen zur Spiritualität des Pilgerns gestaltend zu reagieren.
    - Kreative geistlich-missionarische Angebote für junge Erwachsene (Pilgern) und weitere Angebote im GZKB, die mit dem Thema Pilgern im Zusammenhang stehen
    - Erwerb und Vermittlung der Referentenqualität zum Thema Pilgern (spirituelle, soziologische und theologische Reflexion) in intensiver Zusammenarbeit mit dem Arbeitsfeld Pilgern/ Pilgerwege im FB 2, im HkD. Einsatz der Kompetenz im Netzwerk Pilgerwege in Niedersachsen.
    - Kommunizieren, Vernetzen und Multiplizieren der Erfahrungen mit der Pilgerherberge und den Angebotsprofilen am Ort und am Weg.
  4. Ergebnisse:
    Die profilierte Schulung und Begleitung ehrenamtlicher Pilgerbetreuer wird die geistliche Ausstrahlung des Geistlichen Zentrums Kloster Bursfelde unterstreichen, die Pilgerbetreuer in ihrer Sprachfähigkeit im Glauben unterstützen und den Pilgernden einen niedrigschwelligen missionarischen Impuls geben.
    Vernetzung der neuen Arbeitsfelder im Geistlichen Zentrum Kloster Bursfelde und Stärkung des Profils. Gezielte Pilger-Angebote für junge Erwachsene werden das Pilgern für diese Altersgruppe als geistliche Übung erschließen und in der Begegnung in der Pilgerherberge das Generationen übergreifende Gespräch über geistliche Erfahrungen auf dem Weg ermöglichen. Die in Bursfelde realisierte Pilgerherberge ist als Prototyp geplant, der möglichst auch an anderen Orten am Pilgerweg realisiert werden soll.

    Die Erfahrungen mit den Pilgerbetreuern, ihre Schulung und Betreuung und auch die Erfahrung mit jungen Erwachsenen in Pilgerprojekten werden Möglichkeiten der Übertragung liefern.

    Weiterentwicklung der Pilgerarbeit in der Landeskirche: Die lokalen Erfahrungen werden im „Netzwerk Pilgerwege Niedersachsen“ kommuniziert und ggf. von anderen Betreibern von Pilgerwegen aufgenommen. Anlassbezogen wird das Maß der Begleitung und Unterstützung weiterer Pilgerinitiativen in ihrer Fortentwicklung geprüft und umgesetzt. In besonderem Maße soll der missionarische innovative Charakter des Pilgerns für Ortsgemeinde, Kirchenkreis und Landeskirche herausgearbeitet werden. Die Herausforderung an Kirche durch den zunehmenden Markt der passageren Gemeindeformen wird als besondere Aufgabe gesehen und soll vor Ort und in Zusammenarbeit mit Pilgerinitiativen produktiv aufgenommen werden.